Glühen ist ein Wärmbehandlungsverfahren, das dazu dient, die Duktilität von Metallen zu erhöhen und gleichzeitig ihre Härte zu verringern, wodurch sich die Materialien leichter formen, bearbeiten oder kaltumformen lassen. Dabei wird das Werkstück auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, für eine kontrollierte Zeitdauer auf dieser Temperatur gehalten und anschließend mit einer geregelten Geschwindigkeit abgekühlt.
Die typischen Temperaturen für den Glühprozess liegen zwischen 450 °C und 1200 °C, wobei die meisten industriellen Anwendungen zwischen 700 °C und 900 °C liegen. Je nach Legierung kann der Prozess durchgeführt werden in:
- Luft
- Neutrale Atmosphären
- Schutz- oder Reduktionsatmosphären (Wasserstoff, Stickstoff, Gasgemische)
Temperaturprofil für den Glühprozess
Das Glühen erfordert eine präzise Temperaturregelung, um die korrekte mikrostrukturelle Umwandlung sicherzustellen.
- Temperaturbereich: 450–1200 °C
- Üblicher Bereich: 700–900 °C
- Die Haltezeiten variieren zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden.
- Kontrollierte Abkühlung = stabile metallurgische Ergebnisse
Technische Grundlagen des Glühens
Das Glühen ist eine Wärmebehandlung, die darauf abzielt, die Mikrostruktur des Werkstoffs zu verändern, um Duktilität und Umformbarkeit zu verbessern. Gleichzeitig werden Gefügeinhomogenitäten reduziert und innere Spannungen aus vorherigen Fertigungsprozessen abgebaut.
- Erhöhung der Duktilität und Verbesserung der Umformbarkeit
- Verbesserung der Zerspanbarkeit
- Homogenisierung der chemischen und metallurgischen Struktur
- Abbau innerer Spannungen aus Schmieden, Walzen, Ziehen oder Bearbeitung
Codere Fachwissen im Bereich Glühverfahren
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Anwendungen
Das Glühen wird in der metallverarbeitenden Industrie häufig eingesetzt, um Werkstoffe vor oder nach Umformvorgängen vorzubereiten oder zu stabilisieren.
- Vor oder nach dem Schmieden
- Vor oder nach dem Ziehen
- Nach der Bearbeitung
- Nach dem Warm- oder Kaltwalzen
- Für Werkstoffe, die vor dem Härten einer Spannungsarmglühung unterzogen werden müssen
- Für Kupfer, Messing und Edelmetalle, die eine verbesserte Duktilität erfordern
Beispiel: Das System 340 von Codere wird in der Edelmetallindustrie häufig zum Glühen von Gold-, Silber- und Platinlegierungen eingesetzt, ohne die Oberflächenqualität zu verändern
Wichtige Vorteile / Warum Codere wählen?
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